Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf das digitale Marketing

Ein Text des Berufsverbands der Rechtsjorunalisten e.V.

Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf das digitale Marketing

Nachdem 2016 der Datenschutz in Europa vereinheitlicht wurde, tritt nun am 25. Mai die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft, mit dem Ziel, die Verbraucher besser zu schützen. Die Umsetzung der neuen Grundverordnung stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Ob IT, Marketing oder Vertrieb – fast jede Abteilung muss sich auf Änderungen einstellen, denn nun muss mit personenbezogenen Daten noch sorgfältiger umgegangen werden als bisher. Weitere Informationen zur DSGVO erhalten Sie unter https://www.datenschutz.org/dsgvo/

Egal ob B2B oder B2C – im Marketing oder im Vertrieb ist der Umgang mit personenbezogenen Daten über Kunden oder Geschäftspartner und Kontaktlisten Alltag. Vor allem im Marketingbereich ist das Sammeln von Daten beispielsweise für das Newsletter- oder Social-Media-Marketing essentiell. Die DSGVO regelt nun, wie bei der Erhebung und Verarbeitung von Daten vorgegangen werden muss.

Begründete Datenerhebung, eindeutige Einwilligung und Widerruf

Daten sollten nur erhoben werden, wenn diese wirklich benötigt werden. Des Weiteren muss es einen rechtlich nachvollziehbaren Grund für die Erhebung der Daten geben und dies bei Bedarf nachgewiesen werden können. Das Speichern von Daten für einen späteren Zeitpunkt ist somit nicht rechtmäßig.

Die Person, deren Daten gesammelt werden sollen, muss in jedem Fall darüber informiert werden und unter Umständen der Datenerhebung eindeutig zustimmen. Sie muss außerdem über die Möglichkeit eines Widerrufs in Kenntnis gesetzt werden. Der Verbraucher hat damit das Recht, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Der Widerruf muss so einfach getätigt werden können wie die Einwilligung.

Transparenz, Auskunftspflicht und Interessenabwägung

Dem Verbraucher sollte von Anfang an offen dargelegt werden, welche Daten über ihn gespeichert werden und wofür diese verwendet werden. Er hat außerdem das Recht, sich jederzeit eine Auskunft bezüglich der Verarbeitung seiner Daten zu holen und Daten auf Anfrage löschen zu lassen.

Wurden Daten über einen Verbraucher zu einem bestimmten Zweck erworben, zum Beispiel seine E-Mail-Adresse für das Newsletter-Marketing, darf diese nur verwendet werden, wenn die Person dem Erhalt von Newsletter-Emails zugstimmt hat.

Besteht ein berechtigtes Interesse, erlaubt dies eine Datenerfassung auch ohne Zustimmung seitens des Verbrauchers. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die betroffene Person bereits Kunde des Unternehmens ist. Die Kaltakquise von potenziellen Kunden per Mail gestaltet sich nun schwieriger als früher, da nun immer ein berechtigter Grund gegeben sein muss. Es gilt grundsätzlich, dass die Interessen des Unternehmens gegen die Interessen des Verbrauchers, also sein Recht auf Datenschutz, abgewogen werden müssen. Daten aus gekauften Kontaktlisten zu verwenden, ist nun nicht mehr zulässig.

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